Manche Menschen reden mit den Händen. Cocorella hingegen lebt mit den Händen – oder sagen wir lieber: für die Hände. Denn wer einmal Zeuge seiner epischen Finger-Opern geworden ist, weiß: Dieser Mensch hat keine gewöhnlichen Macken. Nein, Cocorella hat künstlerische Anfälle mit den Händen, die zwischen Ausdruckstanz, Telepathie und akuter Unsicherheit pendeln.
Egal, ob im Meeting, an der Bushaltestelle oder mitten im Gespräch – plötzlich beginnen seine Hände, als würde er einen unsichtbaren Zauberwürfel lösen. Ernst in der Miene, aber wild in der Motorik. Ich weiß nicht, ob das nur so ein Gedankengang ist oder ob er schon an einer neuen Nummer für Cirque du Soleil arbeitet. Sicher ist: Die Lösung kommt nie, aber die Show ist jedes Mal Gold wert.
Die zweite Macke ist der Zeigefinger-Monolog.
Wenn Cocorella in Fahrt kommt, verwandelt sich sein Zeigefinger in eine Mischung aus Taktstock und Ankläger. Der Finger hebt sich, zittert leicht – und dann kommt’s: „Aber guck mal!“ Und schwupps, zeigt er auf einen Punkt irgendwo zwischen Himmel und Halluzination. Niemand weiß, worauf er zeigt. Wahrscheinlich nicht mal er. Aber hey, er ist überzeugt.
Die dritte Macke ist die Origami-Offensive.
Wenn Cocorella sich konzentriert oder ihm langweilig ist, fängt er an, Dinge zu falten. Da waren Servietten, Zettel und sogar ein Parkschein, der noch gebraucht wurde. Und jedes Mal sagt er danach: „Das beruhigt mich.“ Klar. Cocorella hat sich eine ganz eigene Art der Meditation ausgedacht. Sie macht spontan Hand-Yoga. Hallo, du kreativer Falter!
Die vierte Macke ist das Phantomklatschen.

